EU will Subventionen für Billigflieger begrenzen

08.02.2005
Zusätzliche Kosten für neue Verbindungen von Billigfliegern sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig höchstens zur Hälfte und maximal fünf Jahre lang vom Staat übernommen werden. Für wirtschaftlich besser gestellte Regionen schlug die Kommission am Dienstag eine Obergrenze von 30 Prozent und drei Jahren vor. Eine Entscheidung über die neuen Eckdaten wird aber erst im Sommer erwartet.

Die EU-Kommission will erreichen, dass die Subventionspolitik der einzelnen Mitgliedsländer transparenter wird. Zudem sollten alle Fluggesellschaften an einem Standort gleich behandelt werden, sagte ein Kommissionssprecher der Nachrichtenagentur dpa. Als Zusatzkosten für neue Flugverbindungen wertet Brüssel unter anderem Ausgaben für Werbung und Marketing. Die EU-Kommission will Flugzeugmieten sowie Kosten für Treibstoff, Personal und Bord-Catering von Subventionen ausnehmen.

Vor einem Jahr hatte die Behörde die irische Billigfluggesellschaft Ryanair aufgefordert, unzulässige staatliche Beihilfen von bis zu vier Millionen Euro auf dem belgischen Flughafen Charleroi zurückzuerstatten. Der Streit gab Anlass zu dem neuen Richtlinienentwurf, mit dem die EU einen fairen Wettbewerb garantieren und zugleich eine regionale Förderung von Flughäfen gestatten will.

Quelle: Ftd.de
zum nächsten Artikel
zurück